1. Geltungsbereich und Zweck
Diese AML / KYC Richtlinie (Anti-Money Laundering / Know Your Customer) legt die Grundsätze und Verfahren fest, die Tortuga Casino zur Verhinderung von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und Betrug anwendet. Die Richtlinie gilt für alle Kundenbeziehungen und Transaktionen, die über die Plattform abgewickelt werden, und orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben der Schweiz, insbesondere dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) und den Verordnungen der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK).
Die Identität der Kunden ist zu überprüfen, Geschäftsbeziehungen sind fortlaufend zu überwachen, und verdächtige Aktivitäten sind den zuständigen Behörden zu melden. Diese Richtlinie beschreibt die Massnahmen zur Erfüllung dieser Pflichten sowie die Anforderungen an Kunden.
2. Identifizierung und Verifizierung (KYC)
2.1 Pflicht zur Identitätsprüfung
Vor Beginn einer Geschäftsbeziehung, insbesondere vor der ersten Einzahlung oder Teilnahme an Echtgeldspielen, ist die Identität jedes Kunden festzustellen und zu dokumentieren. Die Identitätsprüfung umfasst die Erfassung und Validierung folgender Daten:
- Vollständiger Name (Vor- und Nachname)
- Geburtsdatum
- Wohnadresse
- Staatsangehörigkeit
- Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass oder gleichwertiges amtliches Dokument)
Die Plattform behält sich vor, zusätzliche Dokumente anzufordern, etwa einen Adressnachweis (z. B. aktuelle Rechnung eines Versorgungsunternehmens, Kontoauszug) oder weitere Unterlagen zur Bestätigung der Identität.
2.2 Verifizierungsverfahren
Die Verifizierung erfolgt durch Abgleich der vom Kunden übermittelten Daten und Dokumente mit internen Systemen und, soweit erforderlich, mit externen Datenbanken. Es können digitale Identitätsprüfungssysteme eingesetzt werden, die eine automatisierte Validierung von Ausweisdokumenten und biometrische Liveness-Checks umfassen. In Einzelfällen kann eine manuelle Prüfung durch das Compliance-Team erforderlich sein.
Kunden, deren Identität nicht vollständig verifiziert werden kann, dürfen nicht an Echtgeldspielen teilnehmen. Die Plattform behält sich vor, Kundenkonten zu sperren oder Auszahlungen zurückzuhalten, bis die Verifizierung abgeschlossen ist.
2.3 Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person
Sofern ein Kunde im Namen einer anderen natürlichen oder juristischen Person handelt, ist die wirtschaftlich berechtigte Person (Beneficial Owner) zu identifizieren und zu dokumentieren. In solchen Fällen können zusätzliche Nachweise verlangt werden, etwa Vollmachten, Gesellschaftsverträge oder Registerauszüge.
3. Risikobasierte Sorgfaltspflichten
3.1 Risikobewertung
Jeder Kunde und jede Transaktion wird einer Risikoklasse zugeordnet. Die Risikobewertung berücksichtigt unter anderem:
- Geografische Herkunft (Wohnsitzland, Staatsangehörigkeit)
- Art und Umfang der Transaktionen
- Häufigkeit und Muster der Spielaktivität
- Status als politisch exponierte Person (PEP) oder Verbindung zu Sanktionslisten
Kunden mit erhöhtem Risiko unterliegen einer vertieften Sorgfaltsprüfung (Enhanced Due Diligence, EDD). Diese kann zusätzliche Dokumentationsanforderungen sowie Nachweise zur Herkunft der Mittel (Source of Funds) oder zur Vermögensherkunft (Source of Wealth) umfassen.
3.2 Abgleich mit Sanktions- und PEP-Listen
Vor Beginn der Geschäftsbeziehung und in regelmässigen Abständen werden Kundendaten mit internationalen Sanktionslisten, PEP-Datenbanken sowie Crime-, Black- und Watchlists abgeglichen. Kunden, die auf solchen Listen erscheinen oder mit sanktionierten Personen oder Organisationen in Verbindung stehen, werden einer vertieften Prüfung unterzogen oder von der Nutzung der Dienste ausgeschlossen.
4. Überwachung von Transaktionen und Geschäftsbeziehungen
4.1 Kontinuierliche Überwachung
Alle Transaktionen und Spielaktivitäten werden kontinuierlich überwacht, um ungewöhnliche oder verdächtige Muster zu erkennen. Die Überwachung erfolgt automatisiert und kann in Echtzeit stattfinden. Zu den überwachten Indikatoren gehören unter anderem:
- Ungewöhnlich hohe oder häufige Ein- und Auszahlungen
- Transaktionen, die nicht mit dem bekannten Profil des Kunden übereinstimmen
- Aufsplitten von Transaktionen in kleinere Beträge (Smurfing)
- Chip-Dumping oder andere Formen des Werttransfers zwischen Konten
- Nutzung mehrerer Konten oder Identitäten
4.2 Interne Meldung und Prüfung
Verdächtige Aktivitäten werden intern an das Compliance-Team gemeldet. Dieses prüft den Sachverhalt, fordert bei Bedarf zusätzliche Informationen vom Kunden an und entscheidet über weitere Massnahmen, einschliesslich einer allfälligen Meldung an die zuständigen Behörden.
5. Meldepflichten
5.1 Meldung verdächtiger Transaktionen
Gemäss schweizerischem Geldwäschereirecht sind Transaktionen oder Geschäftsbeziehungen, bei denen der begründete Verdacht auf Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung oder eine andere strafbare Handlung besteht, unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden. Die Meldung erfolgt vertraulich; der betroffene Kunde wird nicht über die Meldung informiert.
5.2 Aufbewahrung von Daten
Alle KYC-Dokumente, Transaktionsdaten und Aufzeichnungen über Geschäftsbeziehungen werden für mindestens fünf Jahre nach Beendigung der Kundenbeziehung aufbewahrt. Diese Aufbewahrungspflicht dient der Nachvollziehbarkeit von Geldflüssen und der Erfüllung behördlicher Auskunftspflichten.
6. Pflichten der Kunden
6.1 Bereitstellung korrekter Informationen
Kunden sind verpflichtet, bei der Registrierung und im Rahmen der Verifizierung vollständige und wahrheitsgemässe Angaben zu machen. Die Verwendung falscher Identitäten, gefälschter Dokumente oder die Verschleierung der wahren wirtschaftlich berechtigten Person ist untersagt und führt zur sofortigen Sperrung des Kontos sowie zur Meldung an die zuständigen Behörden.
6.2 Aktualisierung von Daten
Kunden müssen die Plattform unverzüglich über Änderungen ihrer persönlichen Daten (z. B. Adresse, Name, Staatsangehörigkeit) informieren. Die Plattform behält sich vor, in regelmässigen Abständen eine erneute Verifizierung oder Aktualisierung der KYC-Daten zu verlangen.
6.3 Mitwirkung bei Prüfungen
Im Rahmen der Sorgfaltspflichten können zusätzliche Nachweise oder Erklärungen angefordert werden, etwa zur Herkunft eingezahlter Mittel oder zur Art der Geschäftstätigkeit. Kunden sind verpflichtet, solchen Anfragen innerhalb angemessener Frist nachzukommen. Bei fehlender Mitwirkung können Auszahlungen zurückgehalten oder Konten gesperrt werden.
7. Interne Organisation und Schulung
Die Plattform unterhält ein internes Compliance-Programm, das regelmässig überprüft und aktualisiert wird. Mitarbeiter werden fortlaufend in AML- und KYC-Verfahren geschult. Es kommen spezialisierte Software und Dienstleister zum Einsatz, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen und die internen Prozesse zu verbessern.
8. Kontakt und Auskunft
Bei Fragen zu dieser AML / KYC Richtlinie oder zu laufenden Verifizierungsverfahren können sich Kunden an das Compliance-Team wenden. Anfragen sind schriftlich per E-Mail an die auf der Website angegebene Kontaktadresse zu richten. Anfragen werden innerhalb angemessener Frist beantwortet, soweit dies mit den gesetzlichen Pflichten vereinbar ist.
9. Änderungen dieser Richtlinie
Die Plattform behält sich vor, diese AML / KYC Richtlinie jederzeit zu ändern oder zu ergänzen, insbesondere bei Änderungen der gesetzlichen Vorgaben oder interner Prozesse. Änderungen werden auf der Website veröffentlicht und treten mit der Veröffentlichung in Kraft. Kunden werden über wesentliche Änderungen per E-Mail oder über das Kundenkonto informiert.
10. Schlussbestimmungen
Diese Richtlinie ist integraler Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Im Falle von Widersprüchen zwischen dieser Richtlinie und anderen Dokumenten hat diese AML / KYC Richtlinie Vorrang in allen Fragen der Geldwäschereiprävention und Kundenidentifikation. Für alle nicht in dieser Richtlinie geregelten Aspekte gelten die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen der Schweiz.

